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Schreiben
Nachdem man also diverse Literatur angehäuft und gelesen sowie die eigenen Versuche ausgeführt und ausgewertet hat, kommt man nicht darum herum alles auch mal niederzuschreiben. Dafür benötigt man viel Geduld und Ausdauer, je nachdem ob man gerne schreibt oder nicht.
Von Vorteil ist es, sichmit dem Thema kapitelweise und dann am Stück auseinanderzusetzen. Dies wird nicht immer möglich sein, doch ermöglicht erst das konsquente Auseinandersetzen mit dem Thema das Entwickeln eigener Ideen.
Am einfachsten schreibt sich das Kapitel Material und Methode, da dies Dinge sind, mit denen man sich "tagtäglich" beschäftigt hat. Ebenso ist der Lebenslauf, die Eidesstattliche Erklärung sowie alle anderen "unwichtigen" Teile der Promotion fertig, bevor man sich mit dem Kapitel der Literaturübersicht beschäfitgt hat.
Ob man jedes Kapitel als einzelne Datei abfaßt oder alles in einer, bleibt jedem selbst überlassen. Doch kann man an dieser Stelle nur raten, dass sich Fehler wie Viren oder Festplattendefekte auf eine Datei "effizienter" auswirken als auf viele kleine. Auch ist MS Word "nicht richtig für den Umgang mit mehr als 5 Seiten" ausgerichtet - wer schon mal versucht hat, mehr anzufertigen und mit Abbildungen und Tabellen zu versehen und dann noch zu formatieren, wird verstehen, was ich meine.
Mein Tip: Jedes Kapitel eine eigene Datei. Und immer schön Datensicherung extern machen! Man weiß nie, wann man so eine benötigt. Doch wenn man sie benötigt, ist man mehr als froh, dass man frühzeitig daran gedacht hat.
Eine weitere Hilfe ist es, Freunde Korrektur lesen zu lassen. Natürlich erst dann, wenn man etwas vorzuweisen hat.
Eine Möglichkeit des Startens soll hier beschrieben werden:
Als erstes macht man sich Gedanken über den Aufbau der Literaturübersicht. Was soll alles angesprochen werden und wann soll es angesprochen werden. Diesen Aufbau sollte man sich von seinem Doktorvater absegnen lassen bzw. gemeinsam mit ihm erarbeiten.
Wenn man diese Grundstruktur für die Literaturübersicht hat (ca. 5 - 8 große Unterkapitel), sichtet man seine Literatur und ordnet diese den Kapiteln zu. Wichtige Sätze unterstreicht man bzw. tippt sie ganz zusammenhangslos unter Angabe der Quelle in das jeweilige Unterkapitel an.
Nachdem man sich auf diese Weise einmal durch die Literatur gefräst hat und eine gewisse Vorsortierung vorgenommen hat, nimmt man sich ein Unterkapitel vor und liest die Literatur erneut. Mit Hilfe der schon markierten Sätze strickt man sich ein Gerüst, welches man durch die Kombination vieler Literaturstellen komplettiert. Auf diese Weise kann man sich jedes einzelne Unterkapitel erarbeiten.
Diese "Technik" kann man gut auf das Kapitel "Literaturübersicht" anwenden. Da Kapitel "Material und Methode" sowie "Ergebnisse" zumeist ohne großen Zitate auskommen (bis auf Verweise der Methoden uä.) und zu ca. 90% "Eigenleistung" sein sollten, kann man für das Kapitel "Diskussion" entsprechende Artikel beim ersten oder zweiten Lesen einfügen.
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