Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universitätsmedizin Greifswald

Formalia

Mit einer Promotion weist man unter anderem nach, dass man das Handwerkszeug zur Anfertigung eines wissenschaftlichen Beitrages erlernt hat. Und das wichtigste Werkzeug hierfür ist die Fähigkeit, sich den geforderten Formalia zu beugen.

Unter anderem beurteilt die Promotionskommission die Formalia, ob eine Promotion angenommen wird oder nicht. Oftmals wird eine Promotion zurückgeschickt, da Fehler bei der Einhaltung der Formalia festgestellt wurden. Somit wird die Arbeit nicht automatisch abgelehnt, sondern nur zur Überarbeitung zurückgestellt.

Schrift

Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1.5, Dissertation nach Möglichkeit nicht über 100 Seiten (sonst benötigt man eine besondere Begründung dafür)

Aufbau

Eine wissenschatliche Arbeit kann man in folgende Abschnitte einteilen: Einleitung, Literaturübersicht, Material und Methode, Ergebnisse, Diskussion, Zusammenfassung, Literaturübersicht und Anhang.

Einleitung und Literaturübersicht

Ob man diese beiden Teile in einen zusammenfaßt und durch Unterkapitel voneinander trennt oder zwei ebenbürtige Kapitel daraus macht, ist jedem selbst überlassen.

In der Einleitung stellt man auf einer knappen Seite die Problemstellung vor, erklärt also kurz, warum man dies hier alles geschrieben hat. Mit der Literaturübersicht stellt man den Zusammenhang der eigenen Arbeit mit ähnlichen Arbeiten auf dem selben Fachgebiet her. Dabei sollte man sich um eine objektive, nicht wertende Sprache bemühen.

Material und Methode

In diesem Kapitel stellt man seine eigenen Versuche, die benutzten Gerätschaften vor sowie die verwendeten statistischen Methoden vor. In diesen Teil gehören noch keine Ergebnisse. Hier wird nur der eigene Aufbau beschrieben.

Ergebnisse

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse strukturiert dargestellt und erläutert. Zumeist geschieht dies anhand von Grafiken und Tabellen, welche man im Text näher erklärt und beleuchtet.

In diesem Abschnitt bezieht man sich nur auf die eigenen Ergebnisse und zitiert somit in diesem Kapitel nicht!

Diskussion

In der Diskussion setzt man sich im ersten Teil kritisch mit seinen Ergebnissen auseinander und versucht, diese auf mögliche Fehlerquellen oder ähnliches zu untersuchen bzw. beschäftigt man sich mit der Frage, warum die Ergebnisse so sind, wie sie nun sind.

Im zweiten Teil der Diskussion vergleicht man seine Ergebnisse mit denen ähnlicher arbeiten und bespricht eventuelle Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede.

Zusammenfassung

In der Zusammenfassung faßt man seinen ganzen bisherigen Sermon auf 3 -5 Seiten kurz zusammen und stellt das wesentliche seiner Arbeit heraus.

Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis werden alle verwendeten Literaturstellen alphabetisch angegeben. Neben Autor und Jahr gehört dazu Titel des Artikels, Titel des Journals/Buchs, in dem der Artikel erschien, die genauen Seitenzahlen, der Band oder die Edition des Journals/Buches sowie bei Büchern der Herausgeber. Je nach Art des Zitates müssen noch weitere Angaben getätigt werden. (Viele Einstellungen davon übernimmt Endnote)

Anhang

In den Anhang kann man weitere Tabellen oder Grafiken anhängen oder auch die eventuell verwendeten Untersuchungsbögen oä.

Auf alle Fälle gehört in den Anhang einer Diss noch die eidesstattliche Erklärung, der tabellarische Lebenslauf und die Danksagung (in dieser Reihenfolge).

Vorlagen

Das Merkblatt für Promotionen der UMG enthält von Seite 2 bis 10 bereits Vorlagen für die ersten beiden Seiten der Promotion. Auch für die Eidesstattliche Erklärung (Seite 13) ist eine Vorlage zu finden.

Weitere Tips und Tricks

Tabellen haben Überschriften und Abbildungen haben Unterschriften

An diesem "Grundgesetz" ist nicht zu rütteln. Immer schön einhalten. Ob man die Tabellen/Abbildungen durchgehend nummeriert (Abb. 1, Abb. 2...) oder Kapitelweise (Abb. 5-1, Abb. 5...) ist jedem selbst überlassen und wird nicht vorgeschrieben.

Konstanz

Das allerwichtigste beim Schreiben ist das Einhalten einer gewissen Konstanz. Beispielsweise wird es nicht vorgeschrieben, ob man die neue oder die alte Deutsche Rechtschreibung verwenden soll. Wenn man sich für eine entschieden hat, soll man bei ihr bleiben und nicht hin und herspringen.

Gerne werden auch Kapitelüberschriften jeweils mit einem neuen Stil verfaßt (z.B. Kapitel 2.1. und dann Kapitel 2.2 - der Unterschied ist der fehlende Punkt beim zweiten Beispiel! Einmal Punkt nach Zahl, immer Punkt nach Zahl. Oder es immer sein lassen. Und derartige Ungereimtheiten sind meist der Anlaß für eine zurückgesendete Arbeit. Setzen Sie sich also einmal in Ruhe hin und kontrollieren Sie solche Dinge. Wie trennen Sie Absätze? Durch eine Leerzeile, durch einen Absatz ohne Leerzeile? Wie viele Leerzeilen haben Sie zwischen den einzelnen Unterkapiteln? etc etc.

Es ist ein wenig aufreibend, doch lohnt sich diese Arbeit ungemein, da sie bares Geld spart (jede zurückgeschickte Arbeit muss immer wieder mit 5 ausgedruckten und gebundenen Arbeiten eingereicht werden. Und das geht ins Geld...)

Inhaltsverzeichnis

Achten Sie vor der Abgabe unbedingt darauf, dass die Angaben im Inhaltsverzeichnis sich auch mit der Realität decken und Sie den Leser/Gutachter/Promotionsausschuß nicht auf eine falsche Seite schicken!

Abkürzungsverzeichnis

Sobald man ein recht langes Wort mehr als drei Mal zitiert, kann man es abkürzen. Dafür muss man es in einem Abkürzungsverzeichnis am Beginn der Promotion aufführen. Wichtiger Hinweis: In Unterschriften von Grafiken dürfen/sollen keine Abkürzungen verwendet werden.

Zitate und Literaturverzeichnis

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu zitieren. Entweder man stellt dem Zitat eine Ziffer in Klammer an (z.B. blablablabl (2).) oder man verwendet den Namen des Autors/der Autoren plus die Jahreszahl des Erscheinens (z.B. blablabla (Mustermann et al. 2002). )

Letztere Schreibweise ist für den Leser/Gutachter komfortabler, da er sich ein langwieriges Suchen der passenden Literaturstelle im Literaturverzeichnis erspart. Auch erkennt der Leser/Gutachter sofort die Aktualität (oder auch nicht) der zitierten Quelle (vielleicht präferriert der Doktorvater ja ein spezielles System, also nachfragen).

Generell gilt außerdem: Bei einem Autor wird natürlich der Autor genannt. Bei zwei Autoren werden beide Namen mit einem und verbunden. Bei drei und mehr Autoren wird nur der erste sowie et al. geschrieben (z.B. Mustermann et al.) - Der Punkt nach al. ist wichtig! Das ganze heißt im Übrigen übersetzt: Mustermann und andere/weitere.

Je nachdem, welches Zitier-System man verwendet, muss man die Literaturstellen nummerieren oder nicht. Verwendet man Autor und Jahr im Text, kann man generell auf eine Nummerierung verzichten. Aber auch hier gil: ganz nach Gusto - nur bitte durchgängig.