Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universitätsmedizin Greifswald

Das Team der MKG-Poliklinik

Ob Wurzelspitzenresektion oder Faltenbehandlung, das Entfernen eines entstellenden Muttermals oder Einsetzen eines Zahnimplantates – hier nehmen sich hochspezialisierte Ärzte aller Probleme an Mund, Kiefer und Gesicht an

Die Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie/Plastische Operationen wird von Prof. Hans-Robert Metelmann geleitet. Das fachärztliche Aufgabenspektrum ist im neuen Klinikum angesiedelt. Hier vertreten Fachärztinnen und Fachärzte ein Spektrum von chirurgischer Diagnostik und Therapie, das sich von der Krebssprechstunde bis zur Sprechstunde für ästhetische Chirurgie spannt. Werden Erkrankungen, Fehlbildungen oder Veränderungen im Gesicht und am Hals eines Patienten festgestellt, ist von den Medizinern oft doppelte Qualifikation gefordert. Denn oft geht damit auch eine Behandlung in den Weichteilen und Knochenstrukturen des Kiefers und des Gesichtsschädels sowie in der gesamten Mundhöhle einher. So ist der Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit der Zusatzbezeichnung Plastische Operationen auch Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Die Vertreter des Faches sind deshalb in der Regel doppelapprobiert und doppelt promoviert, in Humanmedizin und Zahnmedizin.

Operation

Der fachzahnärztliche Bereich, die zahnärztliche Chirurgie, bildet einen integralen Bestandteil des ZZMK in der neuen Zahnklinik. Die Poliklinik wird geleitet von OA Dr. Dr. Stefan Kindler, der diese Aufgabe von Prof. Wolfgang Sümnig übernahm.

Die typischen Aufgaben in der Krankenversorgung sind ambulante Operationen wie Weisheitszahnentfernungen, Wurzelspitzenresektionen, zahnärztliche Implantationen, Operationen zur Verbesserung der Prothesenfähigkeit, die Entfernung von kleinen gutartigen Tumoren und die Versorgung von Unfallverletzungen im Gebisssystem. Viele dieser Aufgaben werden interdisziplinär und in Zusammenarbeit mit den anderen Fachgebieten in der Zahnklinik geplant, vorbereitet und durchgeführt. Es besteht zudem eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Diagnostische Radiologie und der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Phoniatrie und der Hautklinik. Mit der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin werden oralchirurgische Eingriffe in Sedierung oder Narkose durchgeführt.

DVT

Die Übergänge von der Krankenversorgung zur Forschung und Lehre sind in der Universitätsmedizin und so auch in der Zahnklinik fließend. In den Hauptstudiengängen werden in der MKG-Chirurgie und Zahnärztlichen Chirurgie Studierende der Humanmedizin und der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ausgebildet. Das geschieht im Modell einer integrierten Praxis, deren Konzept in Forschung und Lehre gemeinsam mit den Polikliniken der drei anderen zahnärztlichen Hauptfächer im Hause mit Leben erfüllt wird. Auch Weiterbildungen für Ärztinnen und Ärzte sind möglich. Sie richten sich auf das fachärztliche Gebiet der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, das fachzahnärztliche Gebiet der Oralchirurgie mit der Zusatzbezeichnung für Plastische Operationen und auf den Weiterbildungsstudiengang Lasermedizin aus dem Querschnittsgebiet der ästhetischen Medizin.

In der Forschung gehört die Einrichtung zu den Gründungsmitgliedern der Community Medicine. Sie hat in der SHIP-Studie viele Publikationen zu Mundschleimhauterkrankungen hervorgebracht, widmet sich seit Jahrzehnten der Weiterentwicklung von zahnärztlichen Implantaten, forscht an Knochenersatzmaterialien und ist mit präklinischen Untersuchungen an den Grundlagen der Plasmamedizin beteiligt.