Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universitätsmedizin Greifswald

Langes Leben für eigene Zähne

Wenn Karies und Kiefergelenkschmerzen plagen oder gar Wurzelbehandlungen anstehen, ist die Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie, Endodontologie, Präventive Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde die richtige Adresse. Sie wird geleitet von Professor Georg Meyer.

Unsere Behandlungsphilosophie ist auf den langfristigen Erhalt der eigenen Zähne ausgerichtet. Für jeden Patienten wird ein spezielles Präventions- und Behandlungskonzept erstellt. Individualprophylaktische Leistungen, wie z.B. die professionelle Zahnreinigung, werden durch unsere Dentalhygienikerin erbracht.

Das Leistungsspektrum umfasst neben Füllungen aus Amalgam und Composite sowie laborgefertigten Restaurationen aus Gold oder Keramik auch ästhetische minimalinvasive Korrekturen von Zahnlücken oder -fehlstellungen. Uns stehen moderne CAD/ CAM-Verfahren zur Verfügung, mit denen wir maßgefertigte keramische Füllungen oder Kronen direkt am Patienten in einer Behandlungssitzung herstellen und einsetzen können.

Die Endodontologie ist eine weltweit anerkannte Spezialisierung der Zahnerhaltung und beschäftigt sich mit der Therapie von Erkrankungen oder Verletzungen der Pulpa. Diese sogenannten Wurzelbehandlungen können heute mit einer hohen Erfolgsrate durchgeführt werden, um Zähne langfristig zu erhalten. Alle technischen Voraussetzungen für die optimale Therapie wie das dentale Operationsmikroskop, Ultraschall oder elektronische Längenmessung, stehen uns zur Verfügung.

Erfahrene Kliniker mit zum Teil mehrjähriger Fortbildung widmen sich in zeitaufwendigen endodontischen Behandlungen dem Zahnerhalt. Oä Dr. Heike Steffen, eine Spezialistin für Endodontologie, ist sowohl 2012, als auch 2013 vom Magazin Focus in die Ärzteliste der TopMediziner aufgenommen worden.

Zum Leistungsspektrum zählt auch die Diagnostik und Behandlung von Karies im Frühstadium. Durch den Einsatz moderner Diagnostiksysteme können kariöse Läsionen strahlungsfrei sichtbar gemacht werden.

Dies ermöglicht ein frühes Eingreifen, um das Fortschreiten der Karies zu verhindern. Die hierbei angewendete Infiltrationstherapie ist schmerzlos und relativ schnell durchführbar. Inwieweit auch eine Schmelzregeneration durch die Anwendung von SAP (self-assembling peptides) erreicht werden kann, wird zurzeit untersucht (Prof. Splieth, PD Dr. Welk, Dr. Ratzmann).

Die kraniomandibuläre Funktion ist ein weiterer Forschungsschwerpunkt der Abteilung. Wir behandeln auch funktionelle Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur. Zu den häufigsten Symptomen dieser Erkrankung zählen Verspannungen der Kau-, Gesichts- und Halsmuskulatur, Kiefergelenkschmerzen sowie Behinderungen der Unterkieferbewegungen. Das kann mit Kopfschmerzen, migräneartigen Beschwerden, Tinnitus und nächtlichem Zähneknirschen einhergehen. Als Therapiemittel kommen oft Okklusionsschienen zum Einsatz.

Ein weiterer Behandlungs- und Forschungsbereich sind schlafbedingte Atmungsstörungen. Leichtere Formen und auch das dabei auftretende Schnarchen lassen sich effektiv mit speziellen Schienen beheben (Prof. Olaf Bernhardt).

Einen großen Anteil nimmt die fächerübergreifende Ausbildung der Studierenden im vorklinischen und klinischen Abschnitt ein. Seit dem Umzug aus dem ehemaligen Tanzsaal der alten Zahnklinik in das neue Haus haben sich die Rahmenbedingungen enorm verbessert. Bei deutschlandweiten Rankings wird unsere Klinik als eine der besten Ausbildungsstätten genannt. Das angenehme Klima im Haus belegen u.a. auch der legendäre Zahniball, die „Schweineparty“ oder ein Zahni-Rap.

Ab dem siebten Semester beginnen die Studenten unter Anleitung erfahrener Ärzte mit Behandlungen von Patienten. Die notwendigen Kompetenzen erwerben sie an Simulationseinheiten, die im Funktionsumfang zahnärztlichen Behandlungsstühlen ähneln. Bis zum Examen versorgen die Studierenden ihre Patienten in allen Fachdisziplinen der Zahnmedizin.