Seminar 13: Moderne Kariestherapie heute

Karies belassen? Versiegeln? Infiltrieren? Inaktivieren? Füllen?

Prof. Dr. Christian Splieth

Neuere Forschung hat gerade in den letzten Jahren zu einer deutlichen Veränderung des Kariesbildes geführt und die Empfehlungen für die Kariestherapie verändert. So schwankt die Bandbreite der „Meinungen” heute von Traditionalisten bis zu Extremisten, die meinen, dass Karies weder entfernt werden muss noch entfernt werden kann.

Im ersten Teil geht es daher um die Frage, was Karies laut aktueller Forschung ist und ob sie belassen, teilweise oder ganz entfernt werden sollte und kann. Dabei werden auch mehrere Techniken der modernen Kariesentfernung demonstriert. Der zweite Teil des Kurses widmet sich der kariösen Initialläsion und deren Therapie. Die Karieswerte bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sinken in vielen Ländern, aber dies wird mit dem DMFT-Index gemessen und betrifft daher nur Karies auf Defektniveau und die entsprechenden Sanierungen. Viele Patienten weisen allerdings kariöse Initialläsionen auf, die häufig auch therapiert werden sollten. Hier bieten sich zuerst non- und minimalinvasive Verfahren wie die Fluoridierung, Versiegelung oder Infiltration an. Der Kurs beleuchtet daher Diagnostik der Initialkaries einschließlich einer Beurteilung der Aktivität und das Monitoring von Progression sowie die Verfahren, Vor- und Nachteile von non- und minimalinvasiven Verfahren wie der Fluoridierung, Versiegelung oder Infiltration. Besondere Berücksichtigung findet dabei die approximale Versiegelung bzw. Infiltration.

Termin: 07.10. - 07.10.2015 || Ort: Zentrum für ZMK | Hörsaal | Walther-Rathenau-Straße 42a | 17475 Greifswald