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Meine wunderbaren Erfahrungen an der Uni Greifswald
Wer hat Lust auf selbstständige zahnärztliche Laborarbeit, Lust die klassische deutsche Schule für Zahnmedizin kennenzulernen und Lust auf das Kennenlernen toller Kommilitonen?
Genau von diesen Dingen will ich euch erzählen: Das erste, was mir auffiel, war die Freundlichkeit der Professoren, Ärzte und Kommilitonen. Ich selbst habe mich nicht nur auf meine schon erworbenen Kenntnisse verlassen, sondern war auch begierig neues zu lernen , deshalb stellte ich anfangs mindestens 5 oder mehr Fragen am Tag. Trotz dieser ganzen Fragen, haben mir alle jederzeit freundlich geantwortet und geholfen.
Mein Praxisleben:
Während meiner praktischen Tätigkeit, war ich Teil eines großen Personenkreises, in dem sich alle so gut es ging unterstützten, so dass ich immer wieder gerne an diese Praxiszeit zurückdenken werde. Am Anfang des Semesters wurden alle Arbeitsschritte und Methoden noch einmal wiederholt und eingeübt, um dann endlich den ersten Patienten selbst behandeln zu können. Ich würde jetzt im Nachhinein sagen, dass es anstrengende Wochen waren, aber das, was ich gelernt habe, möchte ich nicht missen und hat meine Entwicklung gefördert. Ich bin ja auch in erster Linie hier hergekommen, weil ich Dinge lernen wollte, welche mir für mein Studium nützlich sind. Die Vorlesungen sind sehr gut sowie wissenschaftlich fundiert und sie werden von den erfahrenen Dozenten mit Begeisterung vorgetragen. Die Studenten können sehr selbstständig arbeiten und werden von den Kursassistenten unterstützt, welche verständnisvolle und tolle Spezialisten sind.
Lernen auf Deutsch, ist das nicht anstrengend? Für mich ist nach fast einem Jahr Deutschlandaufenthalt, die deutsche, zahnärztliche Literatur leicht zu verstehen, als wenn es die eigene Sprache wäre. Mir fällt jetzt zum Beispiel gar nicht mehr ein, wie Auflage und Zahnkippung auf litauisch heißen. Ich hoffe doch, dass man mich in meiner litauischen Heimat trotzdem noch verstehen wird ;-).
Kleine Zwischenlektion:
1. Bei deutschen Zahnärzten fühlt der Patient nicht die Schmerzen, sondern er merkt sie. 2. Ich habe auch viele deutsche Zahnarztvokabeln gelernt: Kons, Prep, Prov, Paro :-)
Tagesablauf: Also der Tag beginnt hier etwa 6.30 Uhr, weil schon um 7.30 Uhr der erste Patient auf dem Stuhl sitzt. Ich dachte eigentlich, dass 8 Uhr für eine Behandlung zu früh ist, aber jetzt im Sommer steht ja die Sonne auch schon früher auf, Gott sei dank :-). Ok, dann folgt Prep, Prov, Vit, F2, Ex… (Zahnarztgeheimsprache) mit anschließendem Mittagessen in der Mensa und Arbeit im Labor bis 20 Uhr. Anstrengend, aber auch eine super Herausforderung. Im Labor habe ich so viele Kommilitonen kennengelernt, dass ein Arbeiten ohne offenen Mund unmöglich war.
Und Freizeit gibt es natürlich auch.
Weihnachten, Schweineparty, Zahniball usw.; jedes Fest war anders und auf seine Weise besonders gewesen. Wenn noch Zeit übrig blieb, dann half der Uni Sport die Löcher in der freien Zeit zu füllen: Salsa, Tang, Joga, Surfing, Tauchen… Wow!!!
Habe noch was vergessen? Ach ja, das Wohnheimleben mit fantastischen Nachbarn, schönen Abendessen, tollen Partys und gemeinsamen Exkursionen am Wochenende prägten mein Leben als Austauschstudentin :-)
Einfach nur aufregend und abenteuerlich :-).
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