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Auslandssemester in Minneapolis

Teil 1 | Teil 2

Meine Maschine in die USA startete am 27. August in den frühen Morgenstunden von München über Atlanta nach Minneapolis.

Die erste Woche meines Austauschs habe ich fern von der Universität verbracht. Mit meinen Eltern habe ich die wunderschöne Natur des Gebiets um den größten Süsswassersee der Welt bestaunt... Awesome! Die komplette Runde um den Lake Superior führt einen durch die verschiedensten Naturparks mit zahlreichen Wasserfällen. Das Wetter in dieser Zeit hätte auch besser nicht sein können.

In der zweiten Woche habe ich dann meine beiden netten Mitbewohnerinnen in Ingrid Bendas Büro im Moos Tower getroffen. Ingrid kümmert sich um die Austauschstudenten und hatte mir zuvor alle wichtigen Fragen per E-Mail beantwortet und mir die nötigen Unterlagen für den Austausch gesendet. Sie ist extrem nett und hilfsbereit. Ohne sie wäre einiges komplizierter gewesen.

Mit meinen Mitbewohnerinnen, Ulrike aus Heidelberg und Samannaz aus Århus (Dänemark), wohne ich in einem Apartment, das wohl den besten Blick über Minneapolis bietet. Vom Balkon aus sieht man den Mississippi umgeben vom Grün der Bäume und dahinter die Skyline von Minneapolis. Selbst Dr. Berthold verfällt ins Schwärmen, wenn er von dem von ihm organisierten Apartment spricht.

Zusammen mit Rike und Sam habe ich alle wichtigen Termine erledigt und alle relevanten Personen für unseren Austausch getroffen. Es ist sehr angenehm, wie freundlich man von jedem empfangen wird. Von Dr. Schulz, der das Outreachprogramm der Uni organisiert, wurden wir zum Barbecue eingeladen, was sich als sehr schöner Abend herausstellte.

In der Woche habe ich auch Steve getroffen. Er ist der Student, der im Austausch für mich nach Greifswald gehen wird. Er und seine Frau sind sehr nett. Ich hoffe, dass sie zusammen mit ihrem kleinen Sohnemann eine schöne Zeit in Greifswald haben werden.

Erwähnenswert ist auch Jerad, ein fertiger Zahnarzt, der vor zwei Jahren den Austausch nach Dänemark mitgemacht hat. Er kümmert sich fürsorglichst um uns. Durch ihn konnten wir die letzten warmen Tage auf dem Lake Minnetoka wakeboarden gehen.

Am Wochenende vor unserer ersten Arbeitswoche fuhren wir dann noch ins verregnete Chicago - eine amerikanisch Stadt wie man sie sich durch Kinofilme vorstellt.

Dann begann unsere lang erwartete erste Behandlungswoche. Für mich ging es nach C.U.H.C.C. (Community University Health Care Center). Dort war ich der einzige Student. Der erste Tag begann sehr stressvoll, da man die unbekannte Umgebung und die teilweise unterschiedlichen Behandlungsformen kennenlernen musste. Ab dem zweiten Tag fühlte ich mich dort aber absolut wohl. Alle Ärzte und Schwestern sind sehr nett. Man behandelt viel und lernt noch viel mehr. Füllungen, Endos und Extraktionen sind das Hauptprogramm. Vor allem Dr. Grayden, Marleen, Edgar und Michelle kümmerten sich um mich und gingen auch mit mir lunchen. Die zwei Wochen vergingen wie drei Tage.

Zu denken gibt es einen, dass man oftmals die Patienten vor der Behandlung nach einer vorhandenen Versicherung fragt.

Eine Behandlung durch einen International Exchange Student stört hier keinen Patient. Vielmehr erzählen mir zahlreiche Patienten von ihren deutschen Wurzeln, was immer Inhalt für einen kleinen Smalltalk bietet.

Als nächste Klinik war NorthPoint an der Reihe. Diese Klinik liegt etwas weiter außerhalb. Netterweise wurde ich dorthin von Cooper mit dem Auto mitgenommen. Er ist Zahnmedizinstudent der UofM und verbringt dort die zwei Wochen mit mir.

Wie in CUHCC ist hier ein Interpreter unersetzlich. Während in CUHCC meist Somali übersetzt wurde, ist es hier Spanisch.

Die meisten Fälle hier sind Emergencies, d.h. Endo oder Ex.

Die erste Arbeitswoche in NorthPoint ist nun schon wieder um. Erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht…

Übernächste Woche geht es dann für mich auf einen Roadtrip in der Mobile Dental Unit in einen Ort namens "Thief River Falls" im Nordwesten von Minnesota. Darauf freue ich mich jetzt schon.














letzte Änderung
01.03.2012