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Hallo alle zusammen,
ich bin jetzt den vierten Tag in Minneapolis und wollt euch einfach mal berichten wie wir bis jetzt ergangen ist. Am Montag startete mein Flieger um 6:00 Uhr früh in Tegel. Nach dem Umsteigen in Frankfurt, hatten wir schon eine halbe Stunde Verspätung und haben diese auf dem unspektakulären Atlantikflug auch nicht mehr aufholen können. Hinzu kamen dann in Chicago noch weitere Zoll- und Visa-Kontrollen und somit habe ich dann meinen Anschlussflug nach Minneapolis um 5 Minuten verpasst. Nachdem ich dann anderthalb Stunden in der Schlange beim Custom Service stand, habe ich doch noch einen Flieger nach Minneapolis bekommen. Ich kam dort mit eben diesen anderthalb Stunde Verspätung an. Positiv war allerdings, dass auch mein Gepäck mit mir ankam. Was ja bei solchen Wirren nicht immer ganz selbstverständlich ist.
Vom Flughafen in Minneapolis holte mich Dr. Alisa Madson ab. Sie war vor circa zwei Jahren bei uns in Greifswald als Austauschstudentin. Jetzt ist sie Assistenzärzten auf der Kieferorthopädie hier in Minneapolis. Sie fuhr mich zu Larry Johnson, dem Hausmeister der Kliniken, wo ich für die nächsten vier Monate wohnen werde. Ich habe mein eigenes Zimmer mit Bad und Blick direkt auf die Klinik. Nach dem Auspacken meiner Koffer und einem kleinen Abendessen bin ich todmüde nach 25 Stunden Reise ins Bett gefallen. Am nächsten Tag holte mich Alisa so gegen 10:30 Uhr ab und zeigte mir den Hauptcampus. Ich habe Ingrid Benda getroffen, die diesen ganzen Austausch organisiert hat. Da ich leider kein Internet zuhause habe, habe ich in der Klinik noch schnell meine E-Mails gecheckt und danach sind wir dann Lebensmittel einkaufen gegangen. Wie Ihr Euch vorstellen könnt sind die Läden hier gigantisch. Aber dank Alisas Hilfe, haben wir's doch relativ zügig geschafft, alles zusammen zu suchen was ich für die erste Woche brauche.
Am Abend hat Larry mir noch gezeigt, was man in diesem Haus alles finden kann. Da gibt es einen Pool und einen Fitnessraum, sowie eine Sauna die besonders im Winter sehr angenehm sein wird. Larry hat auch ein Fahrrad für mich, allerdings hat er den Schlüssel für das Schloss irgendwo verlegt. Sowie ich Larry bis jetzt kennen gelernt habe, werde ich wohl auch noch etwas darauf warten können hier mal Fahrrad zu fahren. :-) Dafür kennt er sich super mit allen Fernsehsendungen aus, die zur Zeit laufen.
Am Mittwoch bin ich dann das erste Mal zum Campus gelaufen. Wo es jetzt noch so warm ist, ist das auch ganz angenehm und ich brauche nur knapp 15 Minuten. Ich war wieder bei Ingrid im Büro und sie hat mir meinen neuen Stundenplan gegeben. Außerdem habe ich eine ganze Liste an Leuten erhalten, die mich kennen lernen wollen und die ich kennen lernen sollte. Allerdings habe ich zuerst einmal meine Visa Dokumente checken lassen und mir einen Termin für meinen Gesundheitscheck geben lassen. Dann habe ich mir die U-Card geholt. Das ist so eine Art Studentenausweis. Mit dieser wiederum konnte ich meinen E-Mail Account freischalten und noch ein paar andere Registrierungen vornehmen, damit ich hier bleiben darf. Gespannt bin ich darauf, ob ich jetzt auch mit meinem Laptop online gehen kann an. Alisa war so nett, mir eine prepaid sim Karte von ihrer Schwester zu besorgen und nachdem ich dann eine ganze Weile herum gerannt bin, um eine Auffühl-Station zu finden, habe ich jetzt auch eine amerikanische Handynummer.
Am Abend habe ich dann mit Larry noch etwas Fernsehen geschaut und bin dann ziemlich erschöpft in mein Bett gefallen.
Ja das war's erstmal von mir hier und ich werde mich wieder melden. Fotos werde ich auch ein paar ins Netz stellen. Die Adresse sage ich euch wenn ich welche gepostet habe.

Eigentlich war das ja mein erster Bericht an euch, da ich diesen aber nicht gleich absenden konnte, füge ich mein zweiten einfach gleich mit hinten dran.
Nun bin ich seit genau 11 Tage in den Staaten. Zum Eingewöhnen gab es ein "orientation meeting" am letzten Freitag. Da ich dachte, dass wir da rumlaufen und uns den Campus zeigen lassen, habe ich am Donnerstag abend nichts mehr unternommen. Das hätte ich aber getrost tun können, da wir die ganze Zeit in einem Hörsaal saßen und von verschiedenen Personen viele eher unwichtige Sachen erfahren haben. Aber man weiß vorher ja nie. Mit meinem Computer war ich auch nochmal in einem Computer Lab und wir haben sogar herausgefunden, warum ich noch nicht online gehen kann. Das liegt alles daran das ich nur nicht für die Classes registriert bin. Da dies aber an diesem heutigen Mittwoch passiert ist, geht das auch mit meinem Computer. Das heißt für Euch, dass ich Euch jetzt auch ein paar Fotos ins Netz stellen kann. Die Adresse findet ihr unten.
Alisas Freund Ryan hat ein Haus gekauft und ich habe mich bereiterklärt ein wenig beim Streichen zu helfen. Da ich hier ja eh noch keinen kenne, habe ich so einen schönen Nachmittag mit den beiden verbracht. Es gab Pizza und Becks!! Zu einem Baseballspiel war ich auch schon. Ich glaube ich habe die Regeln langsam begriffen. Allerdings muss ich zugeben, dass das ja auch nicht mein erstes Baseballgame war. Hinterher waren wir noch in einer Bar und haben Nachos und Bier zu uns genommen. Alles in allem ein sehr lustiger Abend.
Am Samstag habe ich dann Mette, die dänische Austauschstudenten, zum ersten Mal getroffen. Sie ist sogar nicht glücklich mit ihrer Unterkunft in der Dental Fraternity und wir sind seither umhergelaufen und haben uns verschiedene Wohnungen angeschaut. Das Problem ist, dass sie sich nicht entscheiden kann, weil die Leute in der Fraternity alle echt super nett sind. Nur leider ist es dort ziemlich dreckig. Das mag aber auch daran liegen, dass 7 der dort lebenden 18 Leute gerade neu sind. Und außerdem waren viele auch nicht da über die Ferien. Naja mal schauen wozu sie sich entscheiden wird.
Letztes Wochenende war hier Labourday Weekend und man will es kaum glauben aber es hatten echt ein paar Geschäfte nicht offen. Das war für Mette und mich nicht so schön, da wir gerade in downtown Minneapolis rum gelaufen sind und tierischen Hunger hatten. Wir haben dann zum Glück doch noch einen PizzaHut gefunden. Da der darauf folgende Montag auf noch frei war, konnten wir sehr gut bei wunderschönem Wetter auf die State Fair gehen. Das ist so eine Mischung aus Grüner Woche, Jahrmarkt mit Traktoren und Booten und tonnenweise fettigem Essen. Sehr amerikanisch das Ganze, allerdings auch sehr beeindruckend. Hunger hatte ich eigentlich gar keinen, nur trinken mussten wir viel, da die Sonne das ganze hier auf 30°C aufgeheizt hat! Ich hoffe das Wetter bleibt noch eine Weile so.
Am Dienstag dieser Woche ging für die anderen das Semester richtig los. Mette und ich haben diese Woche noch keine Patienten, da wir erstmal eine Menge Leute treffen müssen. Um genau zu sein, sind es 13 insgesamt. Tja und am Mittwoch waren wir dann ziemlich den ganzen Tag damit beschäftigt wenigstens ein paar der 13 Leute zu treffen. Ich kann euch sagen, dass dies ein ziemlich langer Tag war (Gefühlt). Immer die gleichen Fragen zu beantworten, ist schon ziemlich anstrengend. Allerdings sind die Leute alle sehr nett und man weiß ja nie, wann man solch einen Kontakt mal gebrauchen kann. Donnerstag ging alles recht glatt über die Bühne. Mette hat sich entschieden in der Fraternity zu bleiben und ich hab ihr dann geholfen das Zimmer zu streichen. Vielleicht sollte ich lieber Maler werden??!! Danach waren wir bei einem der Prof’s und haben Barbeque gemacht! War echt super. Es gab homemade Hamburger und Taco Salat! Und die Leute sind echt super nett. Wie die Amis ja meistens. Naja ich hab ihnen allen dann dank eines alten Altlas (da war noch die innerdeutsche Grenze drin) gezeigt wo Greifswald liegt und das ganze drum herum so ein bisschen erklärt! War alles in allem ein schöner Abend!
Tja am heutigen Freitag hab ich mal ne Auszeit genommen. Wir waren mehr außerhalb der Klinik unterwegs als drinnen. Wir waren unsere Scrubs kaufen (ja die kriegt man hier leider nicht gestellt!) in einem wunderschönen Himmelblau und ich denke ich werde mir einen Pulli von der Uni auch noch zulegen!
Also dann ihr Lieben das war's wiederum erstmal von mir!
Ich wünsche euch einen schönen Tag!
Alles Gute Euer
Malte
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