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Hallo Leute!
Nummer 5 lebt!...und ist wohl auf.
Wie vier andere Studenten aus Greifswald vor mir, hab ich mich Anfang September 2005 auf den Weg in die U.S.A. gemacht. Unter gekommen bin ich bei Larry Johnson,wo auch schon Arndt,Christine und Markus ihre Zuflucht für die Zeit ihres Auslandasemesters in Minneapolis fanden. Für die Eingeweihten: He's a crazy dude,isn't he? Meine ersten Impressionen von den U.S. waren -Wow! Große Straßen, große Autos und fast food, soweit das Auge reicht! Yep,das Essen ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Am ersten Tag des Semesters nahm ich zusammen mit dem 3. und 4.Studienjahr (in den U.S.A. studiert man 4 Jahre Zahnmedizin) an den Einführungsvorlesungen Teil. An dem Tag lernte ich eine Studentin aus Dänemark, die ebenfalls hier ein Auslandssemester absolviert, und natürlich Ingrid, meine Koordinatorin, kennen. Wie schon Markus und Netti berichteten, bestanden die ersten Tage darin, sich die große Zahnklinik zu erschließen, eine Menge Papierkram zu erledigen und einige Proffessoren und Doktoren kennenzulernen. Einige sind mit uns sogar in richtig exquisite Restaurants besonders tolle Burger Essen gegangen. Dies und natürlich ein paar Willkommensparties für alle Studenten geschah in der ersten Woche.
In der zweiten Woche ging's dann für mich richtig los. Während die einheimischen Studenten im 9. Stock ihre Patienten in ihren Behandlungsboxen behandelten, wurde ich gleich ins kalte Wasser, nämlich in die Notaufnahme, geworfen. War natürlich sehr spannend, die richtigen Diagnosen herauszufinden und eine entsprechene schnelle Versorgung vorzunehmen um die Patienten von ihren Schmerzen zu erlösen. Da Markus und Netti schon ausführlich über die einzelnen Klinikabteilungen berichteten, möchte ich nur kurz darauf eingehen. Neben ICC (die Notaufnahme), war ich die folgenden Wochen mit der Mobile Dental Unit unterwegs (hat mir sehr gut gefallen, habe viele Patienten und auch viel von einigen nicht so bekannten Ecken Minneapolis gesehen), besuchte die Kinderabteilung (Mein erstes Kind, das ich als Patienten bekommen hatte, hat eine Dentinogenesis imperfecta, wow!) und war anschließend in der Cuhcc-Klinik (Community University Health Care Center). Nimmt man in der Chucc-Klinik sowohl die Angestellten als auch die Patienten etwas genauer unter die Lupe, stellt man ganz schnell fest, das an diesem Ort Menschen von jedem Kontinent vertreten sind. Das finde ich sehr beeindruckend, nicht umsonst wird in dieser Klinik mit Dolmetschern gearbeitet. In Sachen Zahnmedizin gefiel es mir hier auch sehr gut, da man als Student bis zu 5 Patienten an einem Tag behandeln kann. Das setzt natürlich voraus,dass man automatisch gezwungen wird, schneller zu arbeiten. Spannend, man wußte nie genau was der nächste Patient hatte. So machte ich temporäre Füllungen, präparierte Kronen, reparierte Prothesen (sie haben auch ein kleines Labor vor Ort), Not-Endobehandlungen, Füllungen etc. Bei jeder Behandlung stand einem eine Schwester zur Seite.
Anekdote: Den einen Samstag mußte ich auch Samstag "ran", durfte kontrollieren ob die Fissurenversiegelungen, die die Dental Hygienes gerade gemacht haben, auch in Ordnung waren. Hab dafür aber auch ein Tickett vom Chef der Cuhcc-Klinik, Joe Grayden, für ein American-Footballspiel im Metrodome bekommen. Das haben wir uns dann beide anschließend am Nachmittag zusammen angeguckt. Wie Arndt schon beschrieben hatte: sowas muß man einfach mal erlebt haben, 60 000 begeisterte Fans, eine 100 köpfige Minnesota-Marchingband, die live einheizte, eine Wahnsinnsstimmung und wahrscheinlich nur ein Zahnmedizinstudent aus Deutschland im Stadium. War super!
Jeden Mittwoch Abend hab ich die Möglichkeit, zusammen mit einigen Studenten aus dem 4. Studienjahr, in die "Gospel Mission" nach St. Paul (die andere Stadt der twin cities) zu fahren, um eigentlich ausschließlich Zähne zu ziehen. Einige Montage bin ich in der "Central Clinic", wo fast nur spanisch sprechende Patienten behandelt werden. Da heißt es manchmal sich mit Händen und Füßen zu verständigen. In den nächsten Wochen erwartet mich noch ein weiteres "outreach-program": Hibbing. Außerdem werde ich noch ein paar Erfahrungen in der Parodontologie-Abteilung der Universität sammeln. Bin schon sehr gespannt. Doch darüber berichte ich dann später.
Fazit nach 2 Monaten: Hab bisher viel erlebt,das amerikanische Essen schmeckt immer besser, hab viele neue Freunde gewonnen und die Zahnmedizin noch ein Stück mehr Lieben gelernt.
An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an Ingrid Benda, meine Koordinatorin vor Ort, die sich um wirklich alles gekümmert hatte, an Joe Grayden, dem Chef der Cuhcc-Klinik, der mir sehr viel ermöglicht hat, meine netten Mitstudenten vor Ort: Mesa, Jenny, Nate, Matt und last but not least an meine lieben Eltern, die mir diese Reise ermöglicht haben, danke.
Viele Grüße aus Minneapolis,
Alex
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independence lake
Abschiedsfoto am Ende des Boardfestes 2005 am/im Independence lake.Ob Windsurfen oder Wakeboarding,ob Skateboarding oder Wasserski-Hauptsache es hatte etwas mit nem Board zu tun.O.K.,nebenbei haben wir auch Beachvolleyball gespielt... Minnesota wird auch das Land mit den über 10000 Seen genannt,also nur ein paar mehr Seen als unsere Mecklenburgische Seenplatte,oder? :-) ...

artficial mouth
Mit dem künstlichen Mund,der das gesamte Verhalten eines menschlichen Mundes reproduzieren kann,einschließlich Speichelfluß, wird im 16. Stock des Uni-Gebäudes nach weiteren guten biokompatiblen Füllungsmaterialien gesucht. Firmen wie 3M schicken ihre neuesten Produkte hierher um sie auf Biokompatibilität und Abrasionsverhalten zu testen.

Labor
Ein Blick in eines der Studentenlabore.Auch hier müssen die Studenten Kronen und Prothesen selber anfertigen.

Moos-Tower
Warteraum für Patienten in der Universität
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