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Auslandssemester in Helsinki
Auslandssemester von September bis Dezember 2003

Teil 1 | Teil 2

Vorwort
Als erstes möchte ich sagen, dass die Zeit in Helsinki zu den schönsten in meinem Leben gehört.
Nicht etwa, dass es mir in Greifswald nicht gefällt (ganz im Gegenteil, jetzt wo ich Examen mache, bin ich sogar ein wenig traurig), aber Helsinki war einfach eine großartige Erfahrung und ich kann nur jedem raten, die Chance eines Auslandssemesters zu nutzen!
Ich habe so viele gleich gesinnte, weltoffene, freundliche Menschen getroffen und dieselbe positive Grundstimmung war auch in der Zahnklinik vorhanden, in der ich als Austauschstudentin viel gelernt habe. Nicht zuletzt aufgrund der wunderbaren Betreuung durch Dr. Jouku Suhonen und unserer Tutorin Mia.

Vorbereitung
Das Akademische Auslandsamt hatte zu Beginn des Jahres 2003 einen Zettel ans schwarze Brett der Zahnklinik geheftet, welcher besagte, dass noch Austauschplätze frei wären für Zahnmedizin in Polen, Griechenland, Lettland und Finnland.
Zusammen mit den Bewerbungsunterlagen konnte man die Uni Helsinki bitten, für Unterkunft zu sorgen und einen "Willkommens-Studenten" zu schicken.
Nach Absprache mit den Dozenten des 9.Semesters wurde gesagt, dass mir die klinischen Arbeiten, die ich in Helsinki machen würde, angerechnet würden und hinsichtlich KFO war die Vereinbarung, dass ich den Kurs im Januar nachholen müsste.
Soweit war alles vorbereitet, ich erhielt die Zusage aus Finnland und meine neue Adresse.
Mann, war ich stolz.
Von finnischer Seite wurde mir versichert ich bräuchte, außer guten Englischkenntnissen, keine Finnischkenntnisse. Ich habe später von Freunden gehört, dass auch ein Finnischkurs für Einsteiger von der Uni Helsinki schon vorbereitend im August angeboten wird. Die Leute die daran teilgenommen hatten, hatten viel Spaß und waren schon etwas mehr "eingelebt" als die, die wie ich erst im September, zum Beginn des Herbstsemesters, kamen.

Ankunft
Mit zwei großen Taschen kam ich am 2.September in Helsinki am Flughafen an. Draußen wartete tatsächlich die finnische "Willkommens-Studentin" die mich sehr freundlich empfing und mit mir die Taschen in Bus und Bahn zu meiner neuen Wohnung schleppte. Sie hatte den Wohnungsschlüssel, das Uni-Willkommenspaket und das Installationspaket für den kostenlosen superschnellen Internetzugang, den alle Studenten in den Studentenheimen rund um die Uhr zur Verfügung hatten.
Am gleichen Tag lernte ich auch meine neuen Mitbewohnerinnen Katri, eine Halb-Finnin aus Berlin, und Yacine aus Paris kennen. Sie studieren Jura und Medizin und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden, was bis heute anhält.
Es hieß, wir sollten Bettzeug und Geschirr selbst besorgen ,aber in unserer geräumigen 4er-WG war noch viel von den Vorgängern zurückgelassen worden.
Das Zimmer hatte ein Bett, einen Kleiderschrank, ein Regal, einen Schreibtisch, einen Stuhl und einen gemütlichen Stuhl. Schlicht, aber alles was man brauchte und sauber.

Erste Tage
Die erste Woche war als "orientation week" angelegt. Zwar hatten wir 3 WG-Mädels den Zeitplan für diese Woche gelesen, aber als wir dann wirklich am ersten Tag aus dem Zug ausstiegen und Richtung Uni-Hauptgebäude gingen wurde uns erstmal klar, was dieser Austausch wirklich bedeutete!! Wir waren umgeben, nein eher umspült von Studenten, die alle in die gleiche Richtung gingen und wir waren alle so aufgeregt. Ich zumindest.  :)
Im großen Hörsaal wurden wir ganz herzlich empfangen und uns wurde mitgeteilt, dass wir über 100 Austauschstudenten aus ca.40 verschiedenen Ländern wären. Irgendwie war das schon beeindruckend. Nachdem wir alles erfahren hatten, was wir über das Leben in Helsinki wissen mussten, wurden wir in unsere Tutorengruppen eingeteilt, also die einzelnen Studiengänge voneinander getrennt. Meine Zahnmedizin-Austauschkollegen erwiesen sich als durchaus umgängliche Leute: zwei Jungs aus England, einer aus Estland, ein Mädel aus Irland und eines aus Freiburg.
Die ersten Tage vergingen mit einer Menge an Organisation, wie Konto aufmachen (die meisten hatten den gesamten Betrag für den Aufenthalt auf einmal überwiesen bekommen, um die teuren Überweisungsgebühren zu sparen), sich beim Einwohnermeldeamt melden, eine "travel-card" für Bus ,Bahn ,U-Bahn und Trambahn kaufen und sich beim Unisport anmelden.
Alles in allem ist Helsinki ja schon teuer, aber das Sportangebot war wirklich gut: für 26 € konnte man ein ganzes Semester lang alle Sportarten machen und Squashschläger oder Bälle etc. wurden gestellt bzw. kostete 1 €. Ich hab mit großer Begeisterung Hallenhockey oder "floorball" mit finnischen Studentinnen gespielt.


Blick über Helsinki


der Hafen von Helsinki


Inseln vor Helsinki


Talinn


Austauschstudentin Susi



letzte Änderung
01.03.2012