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Lachgas
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Lachgas in der Kinderzahnheilkunde

Schnupperkurs für Berliner Kollegen an der Greifswalder Universität

Wer verschiedene Zeitschriften auf­ schlägt, sieht, dass Lachgas wieder in „aller Munde“ ist. Zum ersten Mal fand daher Ende des vergangenen Jah­ res in Mecklenburg­Vorpommern ein Schnupperkurs für Berliner Kollegen in der Abteilung für Präventive Zahnme­ dizin und Kinderzahnheilkunde an der Universität Greifswald statt.
Unter der Leitung von Professor Dr. Christian Splieth wurde anfänglich auf die Wichtigkeit einer Gewöhnung der Kinder an den zahnärztlichen Stuhl durch verschiedene verhaltensführen­ de Maßnahmen hingewiesen, was auch bei der Lachgasanwendung unerläss­ lich ist.

Dr. Mohammad Alkilzy beleuchtete danach das Thema Sedierung allgemein und stellte die verschiedenen möglichen Methoden wie peroral, intravenös und inhalativ vor. Mit einem kurzen histo­ rischen Abriss und dem aktuellen Stand der Lachgassedierung ging es über die physikalischen, chemischen und phar­ makologischen Aspekte von Lachgas zur Gerätetechnik und Hygiene. Nach einer Einführung durch Professor Splieth über Behandlungsablauf, Kom­ plikationen, mögliche Interaktionen und Kontraindikationen der Lachgasse­ dierung wurden abschließend die juris­ tischen Aspekte und die Abrechnung im theoretischen Block behandelt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Lachgassedierung eine sehr sichere und einfache Methode für Kinder oder andere Patienten mit reduzierter Koo­ peration, Zahnarztphobien oder einem starken Würgreflex ist. Neben der Kin­ derzahnheilkunde ist sie besonderes in der Oralchirurgie hilfreich, sodass die Greifswalder Kinderzahnheilkunde ne­ ben der Oralchirurgie in Bonn die zwei­ te universitäre Einrichtung mit dem An­ gebot der Lachgassedierung ist.

Nach dem Theorieblock folgten praktische Übungen zur Lachgassedie­ rung in zwei Gruppen, sodass die Teil­ nehmer die Möglichkeit hatten, selbst zu erleben, wie sich eine Lachgassedie­ rung anfühlt.

Wenn auch bei den Kollegen in Mecklenburg­Vorpommern Interesse für einen Kurs besteht, in einem ersten Schritt diese neue, alte Technik kennen­ zulernen, können sich Interessierte bei Prof. Splieth melden.




letzte Änderung
01.03.2012