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Am 9. Dezember beging Professor Dr. Dr. Albrecht Schönberger seinen 80. Geburtstag. Die Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/Plastische Operationen bereitete dem Alt-Direktor zu diesem Anlass einen Akademischen Ehrenempfang im Hörsaal der neuen Zahnklinik in Greifswald.
Albrecht Schönberger erblickte am 9. Dezember 1927 in Meißen das Licht der Welt. Er besuchte verschiedene Schulen in Meißen und Dresden, wurde 1944 bis Kriegsschluss in die Kriegswirren gezwungen und legte 1946 in Meißen das Abitur ab. Ab 1946 studierte er in Halle/Saale Zahnmedizin und Medizin. Die zahnärztliche Approbation wurde ihm am 26. Mai 1950 und die ärztliche Approbation 1956 erteilt.
Von 1950 bis 1956 arbeitete Schönberger als Wissenschaftlicher Assistent unter Prof. Reichenbach an der renommierten Universitäts-Zahnklinik in Halle. Mit der Arbeit „Die Behandlung der Osteomyelitis mit Penicillin“ wurde er am 8. November 1950 an der Universität Halle zum Dr. med. dent. promoviert.
Am 22. Dezember 1957 folgte die Promotion zum Dr. med. mit der Arbeit „Alloplastischer Unterkieferersatz - Eine klinische und historische Studie“. Zum 1. Januar 1957 holte Professor Herfert ihn nach Rostock auf eine Oberarztstelle für Kieferchirurgie. Mit Wirkung vom 1. April 1958 erhielt er die Anerkennung als Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.
An der Universität Rostock konnte Schönberger sich am 24. Mai 1960 mit der Arbeit „Klinische und experimentelle Studien über den Einfluss örtlicher Kälteapplikationen auf Entzündungsvorgänge“ habilitieren. Die Berufung zum Hochschuldozenten erfolgte zum 1. August 1960. Bereits drei Monate später wurde er zum 1. Dezember 1960 mit der
Leitung der Kieferchirurgischen Abteilung in Rostock betraut. Im Jahre 1963 folgte er mit 35 Jahren einem Ruf auf den damaligen Lehrstuhl für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Gleichzeitig mit dem Ordinariat übernahm er das Direktorat der Klinik. Mit unermüdlich hohem persönlichem Einsatz erreichte Professor Schönberger, dass sich die Greifswalder Universitätsklinik auch unter schwierigen Bedingungen zu einer angesehenen Hochschuleinrichtung weiterentwickelte.
Als Klinikchef setzte er sich in Prof. Dr. Dr. Albrecht Schönberger der ihm eigenen Autorität nicht nur für sein eigentliches Fachgebiet, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ein, sondern sein Blick galt immer der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in ihrer Gesamtheit. Sicher wurde diese Einstellung durch seinen Lehrer Professor Reichenbach geprägt, der als einer der letzten Enzyklopädisten der deutschen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Professor Schönberger bereitete als Hochschullehrer mehr als 1000 Zahnmedizinstudenten auf ihren späteren Beruf vor.
Er betreute fast 100 Promotionsarbeiten. Sechs seiner Mitarbeiter erreichten unter seiner Leitung die Habilitation. Seine wissenschaftlichen Arbeiten befassten sich vor allem mit Problemen der Traumatologie, der Onkologie, der plastischen Chirurgie sowie der zahnärztlichen Chirurgie. Aus seiner Feder stammen 128 Publikationen und 32 Buchbeiträge. 243-mal trat er auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fortbildungstagungen mit Vorträgen auf.
Über viele Jahre beeinflusste er als Vorsitzender bzw. Vorstandsmitglied das wissenschaftliche Leben sowohl in der Gesellschaft für Kiefer-Gesichtschirurgie der ehemaligen DDR, als auch in der Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an den Universitäten Greifswald und Rostock.
Nach fast 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als anerkannter Arzt und Hochschullehrer in Greifswald ging Professor Schönberger zu Beginn des Jahres 1993 in den verdienten Ruhestand. Der Lebensweg von Professor Schönberger war oft nicht frei von schweren Schicksalsschlägen, immer.
Als Klinikchef setzte er sich in wieder fand er jedoch die Kraft für einen neuen Beginn und gab nicht auf. Wir hoffen, dass wir Professor Schönberger mit dem Akademischen Ehrenempfang an seinem Geburtstag am 9. Dezember 2007 um 11 Uhr im neuen Hörsaal unserer kürzlich eingeweihten Klinik eine besondere Freude bereiten konnten.
Wir wünschen Professor Schönberger noch viele Jahre Gesundheit und Wohlergehen im Kreise seiner Familie und Freunde.
Quelle: dens 12/2008
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