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Greifswalder ZÄ in Namibia
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Greifswalder Kinderzahnärztin versorgt Kinder im afrikanischen Nordnamibia

Es ist schön mit einfachen Dingen viel bewirken zu können.“ Das ist die Bilanz eines zweiwöchigen zahnärztlichen Einsatzes in Nordnamibia, den Dr. Christine Heyduck, Zahnärztin der Abteilung für Prävention und Kinderzahnheilkunde der Universitätszahnklinik Greifswald, an ca. 200 Kindern und 30 Erwachsenen im September geleistet hat. In ihrem Urlaub reiste die Zahnärztin in die ehemals deutsche Kolonie, um den zahnmedizinisch nicht betreuten San (Buschleute) sowohl eine zahnärztliche Therapie zu ermöglichen als auch die Prophylaxe in Schule und Kindergarten fest zu etablieren. Wenn die San dort Zahnschmerzen haben, müssen sie 90 Kilometer in die nächste Stadt Tsumeb laufen. Wenn sie Glück haben, finden sie einen Zahnarzt, der ihnen den Zahn zieht. Allerdings immer ohne Lokalanästhesie, denn dafür steht kein Geld zur Verfügung. Die Stiftung „Ombili“ (übersetzt: Frieden) hat dort Buschleute angesiedelt, die hierarchisch ganz unten stehen und keinen Lebensraum mehr haben.




Bis die „Zivilisation“ kam, gab es keine zahnmedizinischen Probleme, denn die traditionelle Feldkost und die Mundhygiene mit Miswak (Zahnpflegestäbchen) führten zu guter Zahngesundheit. Jetzt kaufen die San mit dem wenigen Geld, das sie auf dem Stiftungsgelände als Arbeiter verdienen, Unmengen an Zucker, die bei gleichzeitigem Rückgang der traditionellen Mundhygienegewohnheiten in mehr Karies resultieren. Alle Kinder wurden systematisch betreut: Vom Kindergarten bis zur 8. Klasse erfolgten vormittags Reihenuntersuchungen und Therapie. Die Erwachsenen kamen am Nachmittag freiwillig -; zunächst recht verhalten, da sie große Angst hatten. Doch nachdem sich die Verwendung der Anästhesie herumgesprochen hatte, kamen nach und nach immer mehr Mutige zur Behandlung. Dank der zahnmedizinischen Hilfe und des ausführlichen Zahnputz-Unterrichts werden die Kinder voraussichtlich ein Jahr lang keine Zahnprobleme mehr haben. Langfristig soll versucht werden, die Kooperation mit der Ombili-Stiftung aufrechtzuerhalten.








letzte Änderung
01.03.2012